Unsere Empfehlungen

Eine Liebe ohne Sommer

Autor: Timothy Paul

Verlag: Rowohlt Polaris

ISBN: 978-3-499-01756-8

Preis: 22,00 €

Buchtipp von: Rainer Francke (Juni 2026)

Eine Liebe ohne Sommer

Draußen wird es warm, lange Abende winken: also Zeit für einen wunderschönen Sommerroman – obwohl dieser, den ich Ihnen ans Herz lege, ja eigentlich im Winter beginnt ... Da treffen sich nämlich Rosa und Nikolas zum ersten Mal im Treppenhaus und eine wundervolle, intensive Zeit beginnt für sie. Ein selbstbewusster, gutaussehender, spontaner Mann, …

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Draußen wird es warm, lange Abende winken: also Zeit für einen wunderschönen Sommerroman – obwohl dieser, den ich Ihnen ans Herz lege, ja eigentlich im Winter beginnt ... Da treffen sich nämlich Rosa und Nikolas zum ersten Mal im Treppenhaus und eine wundervolle, intensive Zeit beginnt für sie. Ein selbstbewusster, gutaussehender, spontaner Mann, eine eher introvertierte junge Frau – Gegensätze ziehen sich an.
Drei intensive Monate haben sie zusammen, bis ein Unfall alles verändert. Und Rosa fragt sich, wer Nikolaus eigentlich war, denn zum richtigen Kennenlernen war die Zeit für die beiden zu kurz.
Sie macht sich auf die Suche nach den Menschen, die Nikolas nahe waren - und die, nachdem sie sie gefunden hat, ihr völlig unbekannte, widersprüchliche Seiten ihres Freundes vermitteln.
Und so lesen wir eine berührende, nicht kitschige, kluge und tatsächlich herzzerreißende Geschichte über Liebe und Verlust. Und wir stellen uns die Frage, wie gut wir einen Menschen jemals wirklich kennen können.
Man kann es kaum glauben, aber es ist ein Debutroman.

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Die Gesetze von Liebe und Logik

Autor: Debra Curtis

Verlag: Ullstein

ISBN: 978-3-550-20312-1

Preis: 23,99 €

Buchtipp von: Stefan Decken (Juni 2026)

Die Gesetze von Liebe und Logik

Football, Joni Mitchell, Caravaggio, Anthropologie, Ornithologie, Dostojewski... Und mittendrin Lily und "der Freund". Debra Curtis erzählt von einer großen Liebe über fünf Jahrzehnte, geprägt von Sehnsucht, Schuld und dem Schmerz des Verlusts: Eine Jugend in einem kleinen Ort an der US-amerikanischen Ostküste, Wochenenden am Strand und wilde …

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Football, Joni Mitchell, Caravaggio, Anthropologie, Ornithologie, Dostojewski... Und mittendrin Lily und "der Freund". Debra Curtis erzählt von einer großen Liebe über fünf Jahrzehnte, geprägt von Sehnsucht, Schuld und dem Schmerz des Verlusts:
Eine Jugend in einem kleinen Ort an der US-amerikanischen Ostküste, Wochenenden am Strand und wilde Partys: Lily und ihr Freund erleben die erste große Liebe und sind überzeugt, dass sie ewig halten wird. Bis ein tragisches Ereignis in einer Partynacht das Leben mehrerer Menschen zerstört, woran auch ihre Beziehung zerbricht. Lily findet Halt und ein neues Glück in ihrer zweiten großen Liebe. Ihr Ehemann, der Ornithologe Marshall, wird der ruhende Pol in ihrem Leben. Doch die Erinnerung an ihre Jugendliebe lässt Lily nie ganz los. Über Jahrzehnte hinweg kreuzen sich ihre Wege immer wieder, bis zu einer weiteren schicksalhaften Nacht. Zerrissen zwischen Loyalität und Leidenschaft, zermürbt von Schuldgefühlen, muss Lily eine Entscheidung treffen.

Hey, Debra Curtis erzählt in ihrem ersten Roman eine wunderbare, bittersüße Liebesgeschichte! Eine heitere Lektüre ist das nicht. Die großen Themen Schuld, Sühne und Vergebung sind omnipräsent, und da sind wir wieder bei Dostojewski. Der Roman nimmt einen mit, lässt einen leiden und hoffen - worauf eigentlich? Dass wer und wer sich findet? Dass es ein 'gutes' Ende gibt? Lassen Sie sich überraschen...

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Sunset Flip

Autor: Joey Goebel

Verlag: Diogenes

ISBN: 978-3-257-07374-4

Preis: 26,00 €

Buchtipp von: Anne Simon (Juni 2026)

Sunset Flip

Dreizehn Jahre nach dem letzten Roman, und immerhin sieben Jahre nach seinem großartigen Kurzgeschichtenband, erscheint mit „Sunset Flip“ endlich ein neuer Roman von Joey Goebel. Dieser führt uns in die Profiwrestling-Szene der späten 80er bis frühen 90er Jahre. Für Auggie Schnuck erfüllen sich gleich mehrere langersehnte Träume. Nach jahrelanger, …

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Dreizehn Jahre nach dem letzten Roman, und immerhin sieben Jahre nach seinem großartigen Kurzgeschichtenband, erscheint mit „Sunset Flip“ endlich ein neuer Roman von Joey Goebel. Dieser führt uns in die Profiwrestling-Szene der späten 80er bis frühen 90er Jahre. Für Auggie Schnuck erfüllen sich gleich mehrere langersehnte Träume. Nach jahrelanger, harter Arbeit hat er es endlich an die Spitze geschafft. Er wird als Face, also als Held und Publikumsliebling aufgebaut, es gibt ihn als Actionfigur im Supermarkt und schließlich wird er sogar zum Champion auserkoren. Gleichzeitig läuft es in der Beziehung mit seiner großen Liebe Nadine ebenfalls wunderbar. Die beiden sind verliebt wie am ersten Tag und träumen von Nachwuchs.
Doch je perfekter sein Leben sich darstellt, desto mehr zweifelt Auggie an seinem Glück. Kann er den Erwartungen der Fans gerecht werden? Kann er seinen Kollegen und dem Produzenten der Show trauen? Auggie wird immer nervöser und flieht mehr und mehr in sein altes Ego - „The Aug“ - seinen Wrestling-Charakter.

Ein in der Literatur recht einzigartiges Setting, ein besonderer Roman über große Träume, Vertrauen und Täuschung, Realität und Fantasie. Und ein echter Goebel, warmherzig, schräg, mit einer ordentlichen Portion Melancholie und dem Herz am rechten Fleck.

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Schlafende Vulkane

Autor: Michael Hjorth + Bjarni Thorsson

Verlag: Wunderlich

ISBN: 978-3-8052-0131-5

Preis: 24,00 €

Buchtipp von: Sigrid Pommeranz (Juni 2026)

Schlafende Vulkane

Die ständigen Vulkanausbrüche auf Island haben eine Landschaft erzeugt, die an manchen Stellen Ähnlichkeit mit einer Mondoberfläche aufweist. Sie ist karg, schön und gefährlich. Helga vom Dezernat für Gewaltverbrechen vermutet, dass sich der zehnjährige Kristófer in der Vulkanlandschaft vor seinem Vater versteckt, der sehr wahrscheinlich schon …

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Die ständigen Vulkanausbrüche auf Island haben eine Landschaft erzeugt, die an manchen Stellen Ähnlichkeit mit einer Mondoberfläche aufweist. Sie ist karg, schön und gefährlich. Helga vom Dezernat für Gewaltverbrechen vermutet, dass sich der zehnjährige Kristófer in der Vulkanlandschaft vor seinem Vater versteckt, der sehr wahrscheinlich schon Krisófers Mutter grausam ermordet hat. Es ist der erste Fall für die junge, noch unerfahrene Schwedin Helga und sie muss sich erst noch beweisen.
Bjarki, ein Verkehrspolizist, der ehrenamtlich beim Rettungsdienst arbeitet, soll bei der Suche helfen, denn niemand kennt die Wildnis besser als er. Doch der Mörder hat schon sein nächstes Opfer im Visier und alles bis ins kleinste Detail geplant.

Wie in einem Strudel zieht das Autorenduo den Leser in den Krimi hinein. Die raue Landschaft Islands und das ungleiche Ermittlerpaar Helga und Bjarki geben dem Krimi die nötige Würze. Die Protagonisten scheinen alle irgendwelche zwischenmenschlichen Probleme zu haben und machen neugierig. Die Spannung steigt bis zum Schluss, als klar wird, dass es sich um einen Serienmörder handelt und weitere Frauen in Gefahr sind.
Ich mochte die düstere isländische Atmosphäre und wie sich das ungleiche Ermittlerduo entwickelt. Da kommt schon Vorfreude auf den zweiten Band auf.

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John of John

Autor: Douglas Stuart

Verlag: Hanser

ISBN: 978-3-446-28582-8

Preis: 26,00 €

Buchtipp von: Leo Dahl (Juni 2026)

John of John

Volljährig, Schulabschluss und so schnell wie möglich raus aus dem Elternhaus. Das ist der Werdegang von vielen Kindern, die auf dem Dorf aufwachsen, und genau so hat Cal es auch gemacht. Das Dorf Falabay auf der schottischen Insel Harris könnte nicht abgeschiedener sein. Der nächste Nachbar ist einen halben Kilometer entfernt und abends sagt man …

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Volljährig, Schulabschluss und so schnell wie möglich raus aus dem Elternhaus. Das ist der Werdegang von vielen Kindern, die auf dem Dorf aufwachsen, und genau so hat Cal es auch gemacht. Das Dorf Falabay auf der schottischen Insel Harris könnte nicht abgeschiedener sein. Der nächste Nachbar ist einen halben Kilometer entfernt und abends sagt man den Schafen aus dem Fenster ‚Gute Nacht‘. Schon früh wusste Cal, dass da draußen noch so viel von der weiten Welt wartet und es ihn nicht für immer im Elternhaus halten wird, und nachdem seine Mutter seinen Vater John verlässt, nur um eine glückliche Familie mit Johns Bruder zu gründen, hält ihn nichts mehr an Ort und Stelle. Er lässt seinen Vater und seine Großmutter Ella zu Hause zurück und zieht nach Edinburgh, um an einer Kunsthochschule für Modedesign zu studieren.
Doch nun hat er das Studium abgeschlossen und hangelt sich von einer Couch zur nächsten, kommt bei Freund:innen und Liebhabern unter und nichts ist je gleich, außer die wöchentlichen Telefonate mit seinem Vater. Als John schließlich davon erzählt, dass es Ella immer schlechter geht und sich jemand um sie kümmern muss, weiß Cal, dass er die Nachtclubs und Schwulenbars in Edinburgh zurücklassen und auf die Insel zurückkehren muss.
Dort erwartet ihn nicht nur sein Vater, der über die Jahre in ein Loch gefallen ist, was er sich selbst geschaufelt hat. Seine Großmutter behauptet, ein Schaf erzähle ihr den neusten Klatsch von der Insel und Doll, mit dem er seit der Kindheit befreundet ist, will nichts mehr von ihm wissen. Außerdem warten alle darauf, dass Cal sich endlich konfirmieren lässt, sich eine Frau sucht (am besten eine Protestantin, die sonntags mit in die Kirche kommt) und sofort mindestens zwei Kinder mit ihm in die Welt setzt. Cal hatte alles von der Insel in einem kleinen Schuhkarton ganz hinten in seinem Kopf aufbewahrt und jetzt sprudeln alle Emotionen und Konflikte heraus und bauschen sich vor ihm auf.
Was er jedoch nicht weiß, was niemand weiß außer Cals Mutter und Johns Nachbar Innes McInnes, ist, dass John und Cal mehr gemeinsam haben als sie vermuten.

Ein Roman über das Leben auf den schottischen Hebriden, über Handwerk und Hinterlassenschaften, über eine komplizierte Vater-Sohn-Beziehung und Männer, die so viel fühlen, aber nichts davon aussprechen.

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Der andere Arthur

Autor: Liz Moore

Verlag: Beck

ISBN: 978-3-406-84333-4

Preis: 26,00 €

Buchtipp von: Rainer Francke (Mai 2026)

Der andere Arthur

Arthur Opp war Literaturdozent, immer schon ein wenig eigenbrötlerisch, und nach einem Zwischenfall hat ihn seine Uni nicht mehr beschäftigt. Seitdem lebt er allein in seinem großen Haus in Brooklyn, das immer mehr verwahrlost und das er auch schon lange nicht mehr verlassen hat. Weil er sich kaum noch bewegt, wiegt er mittlerweile 250 kg – und …

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Arthur Opp war Literaturdozent, immer schon ein wenig eigenbrötlerisch, und nach einem Zwischenfall hat ihn seine Uni nicht mehr beschäftigt. Seitdem lebt er allein in seinem großen Haus in Brooklyn, das immer mehr verwahrlost und das er auch schon lange nicht mehr verlassen hat. Weil er sich kaum noch bewegt, wiegt er mittlerweile 250 kg – und das isoliert ihn zusätzlich. Seine einzigen Kontakte sind Lieferdienste und ab und an jemand zum Saubermachen.
Nicht weit entfernt lebt der Sohn einer ehemaligen Studentin. Deren Lebensentwurf ist ähnlich gescheitert wie der von Arthur, doch der Wille, dass es ihrem Sohn besser ergehen solle als ihr selbst, bringt sie dazu, Kontakt zu ihrem ehemaligen Lehrer aufzunehmen: vielleicht kann Arthur ihrem Jungen, Kel, zum Schulabschluss und womöglich sogar zu einem Sportstipendium verhelfen. Sie ahnt nichts von Arthurs derzeitiger Verfassung – und er nicht von ihrer …
Ein hoffungsvoller und trauriger Roman zugleich über zerbrochene Lebensentwürfe; darüber, dass und wie man Herausforderungen annehmen kann und dass Empathie und Freundschaft wichtiger sind als manches Materielle – tolle Literatur aus einem anderen Amerika, das es trotz der gegenwärtigen Politik immer gegeben hat und hoffentlich gibt.

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Das Spiel

Autor: Aisling Rawle

Verlag: BTB

ISBN: 978-3-442-76325-2

Preis: 24,00 €

Buchtipp von: Stefan Decken (Mai 2026)

Das Spiel

Lily wacht zusammen mit neun anderen jungen Frauen in einer künstlichen Wohnanlage mitten in der Wüste auf. Bald treffen zehn Männer ein - falls sie den Marsch zu Fuß durch die Wüste überleben. Sie sollen sich zu Paaren zusammentun, jeweils eine Frau und ein Mann. Alle sind jung und schön, alle wollen der echten Welt eine Zeit lang entfliehen. …

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Lily wacht zusammen mit neun anderen jungen Frauen in einer künstlichen Wohnanlage mitten in der Wüste auf. Bald treffen zehn Männer ein - falls sie den Marsch zu Fuß durch die Wüste überleben. Sie sollen sich zu Paaren zusammentun, jeweils eine Frau und ein Mann. Alle sind jung und schön, alle wollen der echten Welt eine Zeit lang entfliehen. Unzählige Kameras übertragen jede Bewegung, unsichtbare Producer geben Anweisungen und stellen Regeln auf, denen unbedingt Folge geleistet werden soll. Allzu gut ausgestattet ist das Haus zu Beginn noch nicht, aber das kann sich ändern. Wenn die Kandidaten Gruppenaufgaben erfüllen, die mal banal wirken – die Frage, wann habt ihr zum ersten Mal jemanden geküsst? soll beantwortet werden – aber schnell auch härter werden: "Werft eine Person vom Anwesen"…
Nach und nach lichtet sich das Teilnehmerfeld, wie man das aus Reality-Formaten kennt (Big Brother lässt grüßen!), offenbaren sich unterschiedliche Charaktere, formen sich Allianzen und Aversionen. Erzählt wird das alles aus der Perspektive von Lily, einer etwas schlichten jungen Frau, die im wirklichen Leben in einem Kaufhaus arbeitet und Make-Up verkauft.
Das Spiel wird offenbar zur Belustigung der Bevölkerung inszeniert und immer wieder mit neuen Kandidaten neu gestartet. Von der Bevölkerung, dem Leben außerhalb der Anlage, erfahren wir allerdings nichts. Denn über die Außenwelt dürfen die Kandidaten nicht sprechen. Immer wieder streut Rawle jedoch Hinweise ein, die eine dystopische nahe Zukunft suggerieren, eine Welt, die von Umweltkatastrophen geplagt wird, in der Waldbrände drohen, die meisten Menschen nur noch arbeiten, um zu überleben.

Eine Portion "Die Tribute von Panem", eine Portion "Herr der Fliegen", ein wenig "Dschungelcamp": Der erste Roman der jungen irischen Autorin Aisling Rawle verknüpft geschickt Gesellschaftssatire und Dystopie. Spannend, klug komponiert und sehr unterhaltsam!

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Mord in der Pension Möwennest

Autor: Jess Kidd

Verlag: DuMont Buchverlag

ISBN: 978-3-7558-0067-5

Preis: 18,00 €

Buchtipp von: Anne Simon (Mai 2026)

Mord in der Pension Möwennest

Eine heruntergekommene Pension an der Nordwestküste Englands, Gäste, die mehr als ein Geheimnis haben, eine ehemalige Nonne als Ermittlerin, ein Chief Inspector, der im Dunkeln tappt, jede Menge Kaninchen, und schließlich auch mehr als eine Leiche. Das sind die Hauptbausteine, aus denen „Mord in der Pension Möwennest“, der Auftakt zur Reihe um …

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Eine heruntergekommene Pension an der Nordwestküste Englands, Gäste, die mehr als ein Geheimnis haben, eine ehemalige Nonne als Ermittlerin, ein Chief Inspector, der im Dunkeln tappt, jede Menge Kaninchen, und schließlich auch mehr als eine Leiche. Das sind die Hauptbausteine, aus denen „Mord in der Pension Möwennest“, der Auftakt zur Reihe um Ex-Nonne Nora Breen, besteht.
Als Nora Breen an der Küste von Gore-on-Sea im Nordwesten Englands ankommt, genießt sie den Wind und die kühle Seeluft und bemerkt erstmals, wie sehr sie das Meer in all der Zeit vermisst hat. Dreißig Jahre ist es her, dass sie zuletzt an der Küste gewesen ist. Drei Jahrzehnte hat sie als Ordensschwester im Kloster gelebt, bis ihr die immer wiederkehrende Routine, das tägliche Gebet und die Ordenstracht nicht mehr genug waren. Nun hat Miss Breen, vormals Schwester Agnes, die Klostermauern für immer hinter sich gelassen und eine erste Bleibe in der Pension Möwennest gefunden. Hier lebte auch eine ehemalige Novizin und Freundin Noras, die ihr nach dem Verlassen des Klosters regelmäßig schrieb. Doch plötzlich bleiben die Briefe aus und Nora versucht, dem Verschwinden der Freundin auf die Spur zu kommen.
Die Pension selbst und ihre Bewohner bieten ihr mehr als ausreichend Ansätze für eine interessante Ermittlung. Die Gäste sind alle kauzig bis dubios, die Hauswirtschafterin führt ein strenges Regime, die Besitzerin des Hauses scheint nicht von dieser Welt und deren kleine Tochter spukt schweigend durch die Gänge. Und was hat es mit all den Kaninchen auf sich, die das Gelände zu Dutzenden bevölkern?
Als schließlich einer der Gäste tot aufgefunden wird, kommen die Geschehnisse richtig in Fahrt, und Nora hat gleich zwei Fälle zu lösen.

Die englische Küste, ein überschaubarer Handlungsort und eine Handvoll Verdächtiger, alles angesiedelt in den 50er Jahren. All das wirkt doch sehr cosy und auch ein bisschen Agatha Christie schwingt mit. Und so kann man „Mord in der Pension Möwennest“ auch lesen. Doch wer Autorin Jess Kidd kennt, der weiß, dass ihre Bücher immer etwas Besonderes sind. Ein bisschen mehr Fantasie, Humor und Spleen. Auch die Reihe um die gescheiterte Nonne Nora Breen ist eine echte Jess Kidd - wie immer, ein ganz großes Vergnügen.

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