Unsere Empfehlungen

Vielleicht ist die Liebe so

Autor: Katja Früh

Verlag: Diogenes

ISBN: 978-3-257-07344-7

Preis: 25,00 €

Buchtipp von: Rainer Francke (Februar 2026)

Vielleicht ist die Liebe so

Anjas Mutter teilt ihrer Tochter eher beiläufig mit, dass sie ihr Leben am 18. Februar um 16 Uhr selbstbestimmt beenden möchte – ein Schock für Anja, denn einen echten Grund für diese Entscheidung scheint es nicht zu geben. Und konfliktfrei ist das Verhältnis der beiden sowieso nicht. Immer wieder greift die Mutter in Anjas Privatleben ein, die …

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Anjas Mutter teilt ihrer Tochter eher beiläufig mit, dass sie ihr Leben am 18. Februar um 16 Uhr selbstbestimmt beenden möchte – ein Schock für Anja, denn einen echten Grund für diese Entscheidung scheint es nicht zu geben.
Und konfliktfrei ist das Verhältnis der beiden sowieso nicht. Immer wieder greift die Mutter in Anjas Privatleben ein, die zugebenermaßen auch ein wenig unstet ist. Eigentlich ist sie Schauspielerin, arbeitet aber mittlerweile in einer Bar – ganz aufgeben will sie das Theater jedoch auch nicht.
Die Mutter ist eine Diva und erwartet ganz selbstverständlich die volle Aufmerksamkeit der Tochter – die kann ihr andererseits nichts recht machen. Und im Hintergrund steht stets der verstorbene Ehemann und Vater – einst erfolgreicher Regisseur, später aber abgestürzt mit Alkohol- und Frauenproblemen.
Wie soll Anja mit dem Vorhaben der Mutter umgehen? Ihre Freunde aus der Bar, ihr Therapeut, die alte Freundin der Mutter – alle fragt sie um Rat: aber die Antworten sind zu unterschiedlich. Und so findet Anja letztlich ihren eigenen Weg und nach all den Jahren der Fremdbestimmung zu sich selbst – und beantwortet auch die Frage: Was wird aus Mamas Hund …
Ein faszinierender, unterhaltender, teils witziger Roman um ein schwieriges Thema, um Selbst- und Fremdbestimmung, Freundschaften und Liebe …

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Das Unwetter

Autor: Brit Bildøen

Verlag: BTB

ISBN: 978-3-442-77500-2

Preis: 17,00 €

Buchtipp von: Stefan Decken (Februar 2026)

Das Unwetter

Oktober. Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen. Ein Ehepaar, das dort seine Goldene Hochzeit feiern wird. Seine drei Kinder, die sie zu diesem Wochenende eingeladen haben. Unerwarteter sintflutartiger Dauerregen. Ein Bergrutsch, der die kleine Zufahrtsstraße blockiert und unpassierbar macht. Eine Familie und der Hotelbetreiber und Koch, …

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Oktober. Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen. Ein Ehepaar, das dort seine Goldene Hochzeit feiern wird. Seine drei Kinder, die sie zu diesem Wochenende eingeladen haben. Unerwarteter sintflutartiger Dauerregen. Ein Bergrutsch, der die kleine Zufahrtsstraße blockiert und unpassierbar macht. Eine Familie und der Hotelbetreiber und Koch, plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten.
Zwei Jäger, die im Hotel stranden. Eine immer angespannter werdende Atmosphäre. Was haben die beiden wortkargen Männer bei diesem Unwetter vor - womöglich eine illegale Wolfsjagd? Und warum verhält sich der gutmütige Familienhund so merkwürdig, seit er die Jäger beschnüffelt hat? Im Laufe eines einzigen Abends spitzt sich die Lage zwischen allen Beteiligten dramatisch zu ...
Meisterhaft legt Brit Bildøen frei, wie hinter der bürgerlichen Fassade einer gefährliche Mischung aus Wut, Rache und Verrat lauert. Wer hat etwas zu verbergen? Wer verdächtigt wen, was getan zu haben? "Das Unwetter": ein sehr spannender und zugleich unblutiger Thriller der in ihrem Heimatland sehr geschätzten norwegischen Autorin. Es wird Zeit, dass sie auch in Deutschland entdeckt wird!

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Tochter des Nebelwalds - Eventyr-Saga I

Autor: Gry Kappel Jensen

Verlag: Carlsen

ISBN: 978-3-551-55956-2

Preis: 15,00 €

Buchtipp von: Anne Simon (Februar 2026)

Tochter des Nebelwalds - Eventyr-Saga I

Ava und ihre kleine Schwester Linn sind bitterarm und leiden - wie alle im Dorf - seit viel zu langer Zeit Hunger. Man sagt, eine Hexe sei Schuld an der Missernte und bessere Zeiten sind nicht in Sicht. So beschließt der Vater der Mädchen mit den beiden in die weit entfernte Stadt zu ziehen, um ein neues Leben zu beginnen, eins in dem es Arbeit …

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Ava und ihre kleine Schwester Linn sind bitterarm und leiden - wie alle im Dorf - seit viel zu langer Zeit Hunger. Man sagt, eine Hexe sei Schuld an der Missernte und bessere Zeiten sind nicht in Sicht. So beschließt der Vater der Mädchen mit den beiden in die weit entfernte Stadt zu ziehen, um ein neues Leben zu beginnen, eins in dem es Arbeit und immer genug zu essen gibt.
Doch der Weg in die Stadt ist lang und führt sie durch den dunklen Wald, den zu betreten den Schwestern stets verboten war. Schon nach kurzer Zeit finden sich Ava und Linn allein im Wald wieder, der Vater ist wie vom Erdboden verschluckt. Verängstigt irren die beiden umher, bis sie schließlich auch einander aus den Augen verlieren.
Völlig erschöpft erreicht Ava eine kleine Lichtung, auf der friedlich einige Tiere grasen. Dort stehen ein schönes Haus und ein paar Hütten. Hier trifft sie auf Nebula, eine große und geheimnisvolle Frau, die hier im Verborgenen mit einer Handvoll Kindern lebt. Nebula lädt Ava ein, mit ihnen zu essen und sich auszuruhen. Ein Angebot, dass Ava zunächst dankend annimmt.
Doch warum kennt die mysteriöse Frau ihren Namen, woher kommen all die anderen Kinder? Und das wichtigste: Auch Linn ist hier, irgendwo. Nur darf Ava sie nicht sehen. Was geht hier bloß vor?
Für Ava beginnt eine aufregende Zeit, in der sie um ein Wiedersehen mit ihrer Schwester kämpft, versucht, Nebulas Geheimnis zu lüften und sich ihren eigenen rätselhaften Gefühlen stellen muss.

„Tochter des Nebelwalds“ ist Auftakt der Eventyr-Saga, aber zugleich eine in sich abgeschlossene Geschichte, die auf gelungene Weise mit klassischen Märchenmotiven spielt. Empfohlen ab 12 Jahren schafft es der Roman aber auch, gleichermaßen Erwachsene in seinen Bann zu ziehen.

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Wenn die Kraniche nach Süden ziehen

Autor: Lisa Ridzén

Verlag: BTB

ISBN: 978-3-442-76296-5

Preis: 24,00 €

Buchtipp von: Sigrid Pommeranz (Februar 2026)

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen

Seitdem seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, verbringt der 89jährige Bo seine Tage allein mit seinem Hund Sixten. Mehrmals am Tag kommt der Pflegedienst, weniger oft kommt sein Sohn vorbei. Am liebsten würde Bo seinen Sohn Hans enterben, denn der will, dass Sixten ein neues Zuhause bekommt. Hunde brauchen mehr Bewegung behauptet …

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Seitdem seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, verbringt der 89jährige Bo seine Tage allein mit seinem Hund Sixten. Mehrmals am Tag kommt der Pflegedienst, weniger oft kommt sein Sohn vorbei. Am liebsten würde Bo seinen Sohn Hans enterben, denn der will, dass Sixten ein neues Zuhause bekommt. Hunde brauchen mehr Bewegung behauptet er und Bo könnte stürzen. Seitdem weiß Bo nicht mehr wohin mit seiner Wut, denn der Hund ist sein Ein und Alles. Ingrid vom Pflegedienst würde Bo ja gerne helfen, aber mit dem Hund spazieren zu gehen gehört nun mal nicht zu ihren Aufgaben.
Hans will auch, dass Bo den Kamin nicht mehr anzündet, ständig hat er Angst um Bo. Er könnte beim Spaziergang stürzen, die Drosselklappe vergessen, zu wenig essen. Hans macht sich Sorgen und Bo fühlt sich von ihm bevormundet.

Empathisch erzählt Ridzén, wie Bo immer weiter seine Eigenständigkeit verliert und wie die Eingriffe seines Sohnes ihn verletzen. Oft lässt er Bo rückblickend über sein Leben nachdenken, manchmal mit ein bisschen Wehmut. Ein berührendes Buch über das Altern. Ganz klar wird dargestellt, wie schwer es für beide Seiten sein kann, mit der neuen Situation, dem Altsein, umzugehen. Bo möchte man eigentlich nur drücken und der Abschied fällt schwer. Ein bemerkenswertes Buch mit einer kleinen Prise Humor.

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Middle of the Night

Autor: Riley Sager

Verlag: DTV

ISBN: 978-3-423-22140-5

Preis: 13,00 €

Buchtipp von: Leo Dahl (Februar 2026)

Middle of the Night

Die Verbrechen, die uns am meisten schockieren, sind oft diejenigen, die uns am nächsten sind. Ein Garten hinter einem Haus in einer ruhigen Nachbarschaft, ein sehr sicherer Ort. Was soll schon passieren? Das war, was die Leute am Fall Billy Barringer so schockierte. Es hätte jedes ihrer Kinder sein können. Denn welcher Ort ist schon sicherer als …

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Die Verbrechen, die uns am meisten schockieren, sind oft diejenigen, die uns am nächsten sind. Ein Garten hinter einem Haus in einer ruhigen Nachbarschaft, ein sehr sicherer Ort. Was soll schon passieren?
Das war, was die Leute am Fall Billy Barringer so schockierte. Es hätte jedes ihrer Kinder sein können. Denn welcher Ort ist schon sicherer als der Garten eines Hauses in einem respektablen, amerikanischen Vorort?
Der junge Billy Barringer verschwand aus einem Zelt im Garten seiner Nachbarn, in einer Sommernacht 1994. Nur Ethan, sein damaliger bester Freund, wachte morgens im Zelt auf. Anstelle von Billy fand er nur einen großen Schlitz in der Zeltwand vor, seine Sneaker noch genau an dem Platz, wo er sie am Abend zuvor ausgezogen hatte. Doch Billy verschwand nicht nur. Er blieb verschwunden für 30 Jahre, ohne eine einzige Spur.

30 Jahre später kehrt Ethan in das Haus seiner Eltern zurück. Auf Grund von schweren Schlafproblemen liegt Ethan nachts wach und beaufsichtigt die Nachbarschaft, denn wenn er schon mal wach ist, kann er auch seinen Soll tun und dafür sorgen, dass nie wieder jemand aus Hemlock Circle spurlos verschwindet. Mitten in der Nacht ist er der Einzige der Nachbarschaft, der wach ist. Zumindest denkt er das, bis ihn ein komisches Gefühl beschleicht und nicht mehr los lässt.
Als er sich ein paar Tage später an einen Polizisten im Ort wendet, bekommt er bestätigt, was er nie wahrhaben wollte. Billy wurde gefunden, tot. Doch anstatt einer Lösung häufen sich nur mehr Fragen an und Ethan lässt das Gefühl nicht los, dass da etwas in den Wäldern hinter dem Haus seiner Eltern lauert, was ihn beobachtet. Denn eines Morgens taucht ein Baseball in seinem Garten auf. Genau so ein Baseball, wie Billy ihn damals hatte...

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Die Unbußfertigen

Autor: Elina Penner

Verlag: Aufbau

ISBN: 978-3-351-04258-5

Preis: 22,00 €

Buchtipp von: Rainer Francke (Januar 2026)

Die Unbußfertigen

In einer nahen Zukunft spielt dieser Roman, in der das Netz und die Sichtbarkeit dort noch mehr als heute die zentrale Rolle im Leben vieler Menschen spielt. Zehn Personen hat eine angesagte App in einem verlassenen Herrenhaus im Niemandsland zusammengebracht: Menschen, die im Netz und auf dieser App große Follower-Zahlen haben und die doch jeder …

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In einer nahen Zukunft spielt dieser Roman, in der das Netz und die Sichtbarkeit dort noch mehr als heute die zentrale Rolle im Leben vieler Menschen spielt. Zehn Personen hat eine angesagte App in einem verlassenen Herrenhaus im Niemandsland zusammengebracht: Menschen, die im Netz und auf dieser App große Follower-Zahlen haben und die doch jeder und jede für sich Schuld auf sich geladen haben.
Und zu der sollen sie sich bekennen, die Influencer, die sowohl Täter als auch Opfer sind. Denn sie haben das Kleingedruckte bei der Nutzung der App und dem Aufstieg im Ranking nicht gelesen: Im Herrenhaus schaut die Internetgemeinde gnadenlos zu …
Und so müssen sich miteinander und mit sich selber auseinandersetzen: Die esoterische Busfahrerin, die Influencerin mit dem Spiel mit Sex als Marke, die Mutter mit ihren Kindern als Werbeobjekt – und Männer mit fiesen, frauen- und menschenverachtenden Kommentaren aus der scheinbaren Anonymität heraus, die plötzlich im grellen Scheinwerferlicht stehen. Und einer nach der anderen verschwindet aus dem Haus …
Ein spannender Roman, ein Blick in die Zukunft, in die sich unsere Gesellschaft teilweise entwickelt: erschreckend und doch humorvoll und packend erzählt! Unbedingt lesenswert!

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This isn't happiness

Autor: Mary Newnham

Verlag: Pola

ISBN: 978-3-7596-0037-0

Preis: 18,00 €

Buchtipp von: Stefan Decken (Januar 2026)

This isn't happiness

Amy und Josh leben in London. Seit zehn Jahren sind sie ein Paar. Sie haben sich gut eingerichtet in ihrerm Reihenhaus, träumen weiterhin von einem Cottage auf dem Land. Eigentlich läuft alles prima. So prima, dass die eigentlich geplante Hochzeit immer wieder verschoben wird, und das schon seit Jahren. Als Josh' (übergriffige) Eltern der …

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Amy und Josh leben in London. Seit zehn Jahren sind sie ein Paar. Sie haben sich gut eingerichtet in ihrerm Reihenhaus, träumen weiterhin von einem Cottage auf dem Land. Eigentlich läuft alles prima. So prima, dass die eigentlich geplante Hochzeit immer wieder verschoben wird, und das schon seit Jahren. Als Josh' (übergriffige) Eltern der Geduldsfaden reißt und sie kurzerhand einen Trautermin festlegen, kann Amy eine unangenehme Wahrheit nicht länger verdrängen: Sie leben in einer Art Langzeitbeziehung, die schon länger eher einer WG als einer wirklich glücklichen Beziehung gleicht. Ihr Liebesleben ist komplett erlahmt. Es knistert nicht mehr. Josh kuschelt lieber mit seinem Seitenschläferkissen als mit ihr, verbringt deutlich mehr Zeit in seinem Fitnessstudio als zuhause und sie selbst findet manche Astronomie-Podcasts mittlerweile überraschend sinnlich. Wie konnte das passieren? In ihrem Bestreben, der Beziehung neuen Schwung zu verleihen, greift sie zunächst zu immer extremeren Maßnahmen ... Um sich dann doch frustriert zu fragen: Möchte sie einfach stillschweigend weiter machen wie bisher und alles hinnehmen oder steht sie für sich ein und gesteht sich ein, dass sie nicht mehr glücklich ist?

Mary Newnham studierte Filmproduktion an der Oxford Brooks University und arbeitete einige Jahre in der Werbebranche. Während dieser Zeit entdeckte sie beim Bloggen über Bloody Mary Cocktails ihre Liebe zum Schreiben. Und hat mit 'This isn't happiness' (im Englischen heißt der Roman übrigens 'Amy Elman doesn't feel sexy') debütiert. Mary Newnham darf/sollte gerne weiter schreiben!

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Die Insel der Schlasocks

Autor: Nils Mohl

Verlag: DTV

ISBN: 978-3-423-76586-2

Preis: 15,00 €

Buchtipp von: Anne Simon (Januar 2026)

Die Insel der Schlasocks

Es soll ja Leute geben, die nutzen den Begriff „Kinderbuchautor“ eher despektierlich und glauben, damit in einer Diskussion vielleicht sogar einen Stich landen zu können. Komische Leute. Den meisten unter uns ist aber glücklicherweise klar, dass das Schreiben von Geschichten, die junge wie alte Menschen gleichermaßen in ihren Bann ziehen, eine …

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Es soll ja Leute geben, die nutzen den Begriff „Kinderbuchautor“ eher despektierlich und glauben, damit in einer Diskussion vielleicht sogar einen Stich landen zu können. Komische Leute. Den meisten unter uns ist aber glücklicherweise klar, dass das Schreiben von Geschichten, die junge wie alte Menschen gleichermaßen in ihren Bann ziehen, eine große Kunst ist.
Solche Geschichten lassen uns die Welt entdecken, bereichern unseren Wissensschatz und beflügeln die Fantasie. Und sie begleiten uns durchs ganze Leben. Wir wissen bis heute, wie es sich anfühlt, wenn ein Streifen verrutscht ist oder mit Pippi im Limonadenbaum zu sitzen. Wir erinnern uns wie es ist, wenn ein Scheinriese immer näher kommt oder Karlsson wieder all unsere Bonbons alleine auffuttert.
Eine Prise genau dieser Fantasie hat wohl auch Nils Mohl irgendwann mal abbekommen - nach einer ganzen Menge Lyrik und einiger Jugendbücher (für die er mit dem James-Krüss-Preis ausgezeichnet wurde) hat er jetzt sein erstes Kinderbuch geschrieben:

„Die Insel der Schlasocks“ beginnt zunächst äußerst realistisch und trotzdem fast wie in einem klassischen Märchen. Jasper und seine große Schwester Bonnie leben ohne Eltern in einer kleinen Wohnung. Die beiden sind arm und fürchten, selbst die winzigkleine Wohnung bald räumen zu müssen. Bis auf ihr Fahrrad haben sie schon ihr ganzes Hab und Gut verkauft. Obendrein fürchtet Jasper, dass seine geliebte Schwester ihn in ein Internat abschieben will, um weniger auf ihn aufpassen zu müssen und mehr arbeiten zu können.
Da kommt ihm ein tollkühner Plan in den Sinn, den er gemeinsam mit dem Urlaubsnachbarjungen ausheckt. Jasper haut ab - mitten in der Nacht flieht er mit Drohnatella, der selbstgebauten Drohne des alten Nachbarn, über alle Berge. Am nächsten Morgen landet er etwas holprig auf einer Insel irgendwo im Nirgendwo - der Insel der Schlasocks. Schlasocks sind zottelige Monster, die Jasper zunächst im Sand begraben möchten, sonst aber am liebsten nichts tun. Außer ihnen leben hier auch Trütas, Schnarnas und einige mehr. Alle sind Jasper gegenüber äußerst mißtrauisch und wollen den Menschen am liebsten sofort wieder loswerden. Damit er nicht gleich lebendig vergraben oder in den Ozean geworfen wird und die Monster ihn darüber hinaus sogar akzeptieren und schließlich sogar mögen, muss Jasper einiges an Fantasie, Ideen und Tricks aufbringen. Ob und wie Jasper wieder zurück nach Hause kommt, sei hier nicht verraten. Wohl aber, dass sich „Die Insel der Schlasocks“ wirklich ganz hervorragend zum Vorlesen eignet. Die schön spinnerten Gespräche der vielen verschiedenen Monster lassen ganz viel Möglichkeiten, sich stimmlich auszutoben. Ein großer Spaß zum gemeinsamen Erlesen für große und kleine Leute. Zum Vorlesen ab etwa 6 Jahren.

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